Herzlich Willkommen

Die Pfarrvertretung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck begrüßt Sie auf ihrer Homepage. Wir sind von den Pfarrerinnen und Pfarrern unserer Landeskirche in den Sprengeln unserer Kirche gewählt und delegiert, um Sie in dienstlichen und sozialen Fragen zu beraten und zu vertreten. Wir freuen uns, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen.

neue Urlaubsverordnung ab 1.1.21

(vom 22.Juni 2020)

§ 1 (1) Diese Verordnung gilt für Pfarrerinnen und Pfarrer in öffentlich-rechtlichen und

privatrechtlichen Dienstverhältnissen einschließlich der Pfarrerinnen und Pfarrer im

Probedienst. Sie regelt den Erholungsurlaub sowie eine Dienstbefreiung und einen

Urlaub in anderen Fällen.

(2) Vikarinnen und Vikare erhalten entsprechenden Erholungsurlaub und

Dienstbefreiung unter Berücksichtigung der Erfordernisse der Ausbildung. Das

Nähere regelt das Landeskirchenamt.

§ 2 (1) Pfarrerinnen und Pfarrern steht jährlich Erholungsurlaub unter Fortgewährung der

Dienstbezüge zu.

(2) Erholungsurlaub sind der Jahresurlaub nach § 5 und ein etwaiger Zusatzurlaub

nach § 6.

(3) Urlaubsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 3 Erholungsurlaub, Dienstbefreiung und Urlaub in anderen Fällen werden auf Antrag

gewährt. Der Antrag ist rechtzeitig unter Nachweis der Vertretung zu stellen.

§ 4 Über die Gewährung des Erholungsurlaubs von Gemeinde- sowie Kirchenkreispfarrerinnen und -pfarrern entscheidet die Dekanin oder der Dekan. Den Urlaub von

landeskirchlichen Pfarrerinnen und Pfarrern, Dekaninnen und Dekanen, Pröpstinnen

und Pröpsten gewährt die Bischöfin oder der Bischof. Die Bischöfin oder der Bischof

entscheidet auch über die Gewährung von Genesungsurlaub gemäß § 12.

§ 5 (1) Der Jahresurlaub der Pfarrerinnen und Pfarrer beträgt für das Urlaubsjahr 36

Werktage, bei einer auf sechs Tage verteilten Wochenarbeitszeit und wöchentlich

einem dienstfreien Tag nach § 52 des Pfarrdienstgesetzes der EKD. Der dienstfreie

Tag wird durch eine Dienstbeschreibung gemäß § 25 Absatz 3 des Pfarrdienstgesetzes der EKD geregelt.

(2) Erstreckt sich der Dienst im Durchschnitt des Kalenderjahres auf weniger als

sechs wöchentliche Arbeitstage, so vermindert sich die Urlaubsdauer nach Absatz 1

im Verhältnis der durchschnittlichen Wochenarbeitstage zur Sechs-Tage-Woche

nach Absatz 1 zuzüglich eines etwaigen Zusatzurlaubs nach § 6.

§ 6 (1) Schwerbehinderte Pfarrerinnen und Pfarrer im Sinne von § 2 Absatz 2 Neuntes

Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX) erhalten einen Zusatzurlaub von sechs

Arbeitstagen. Einen Zusatzurlaub von vier Arbeitstagen erhalten Pfarrerinnen und

Pfarrer, deren Grad der Behinderung oder deren Grad der Schädigungsfolgen

mindestens 25 %, aber weniger als 50 % beträgt. Der Grad der Behinderung oder

der Grad der Schädigungsfolgen ist durch den Bescheid eines Versorgungsamtes

nachzuweisen. Verteilt sich die regelmäßige Arbeitszeit der schwerbehinderten

Person auf weniger als wöchentlich sechs Arbeitstage, vermindert sich der

Zusatzurlaub entsprechend § 5 Absatz 2.

(2) Pfarrerinnen und Pfarrern wird in dem Jahr, in dem sie ihr 25jähriges

Ordinationsjubiläum begehen, ein Zusatzurlaub im Umfang von zwei Arbeitstagen

gewährt.

§ 7 (1) Beginnt oder endet das Dienstverhältnis während des Kalenderjahres, beträgt der

Urlaubanspruch für jeden vollen Monat des Bestehens des Dienstverhältnisses ein

Zwölftel des Jahresurlaubs.

(2) Der Erholungsurlaub wird für jeden vollen Monat

1. einer Beurlaubung nach §§ 69 bis 71 PfDG.EKD,

2. einer Abordnung zu einem anderen Dienstherrn oder einer Zuweisung nach §§ 77

und 78 PfDG.EKD,

3. einer Freistellung im Rahmen einer Sabbatzeit nach § 71 Absatz 4 PfDG.EKD

i.V.m. § 25 AG.EKKW-PfDG.EKD,

4. einer Elternzeit ohne Dienstleistung nach § 54 PfDG.EKD oder

5. eines Sonderurlaubs gemäß § 15 14

um ein Zwölftel gekürzt.

Haben Urlaubsberechtigte den ihnen zustehenden Erholungsurlaub vor dem Beginn

einer Freistellung nach den Nummern 1 bis 5 nicht oder nicht vollständig erhalten, so

ist der Resturlaub bei Wiederaufnahme des Dienstes im laufenden oder im nächsten

Urlaubsjahr zu gewähren. Haben Urlaubsberechtigte vor dem Beginn einer

Freistellung nach den Nummern 1 bis 5 mehr Erholungsurlaub erhalten als ihnen

zusteht, so ist der Erholungsurlaub, der ihnen nach der Wiederaufnahme des

Dienstes im laufenden Jahr zustehen würde, um die zu viel gewährten Urlaubstage

zu kürzen.

(3) Bei Eintritt der Versetzung in den Ruhestand während des Kalenderjahres gilt

Absatz 1 entsprechend.

(4) Ergibt sich bei der Berechnung ein Bruchteil von mindestens einem halben Tag,

so ist auf den folgenden Tag aufzurunden. Geringere Bruchteile werden abgerundet.

§ 8 (1) Der Erholungsurlaub wird antragsgemäß gewährt, wenn die Vertretung geregelt

ist und nicht wichtige gemeindliche oder kirchliche Gründe die Anwesenheit der

Pfarrerin oder des Pfarrers erfordern. Der Erholungsurlaub von Pfarrerinnen und

Pfarrern, die im Rahmen ihres gemeindlichen Auftrages pflichtgemäß

Religionsunterricht erteilen, soll möglichst in die Schulferien gelegt werden.

(2) Der Erholungsurlaub soll möglichst in demjenigen Kalenderjahr, in dem der

Anspruch entsteht, genommen werden; er verfällt, wenn er nicht bis zum 30.

September des auf das Urlaubsjahr folgenden Jahres genommen wurde. Konnte der

Urlaub in diesem Zeitraum wegen durchgängiger Dienstunfähigkeit nicht genommen

werden, verlängert sich der Zeitraum um weitere sechs Monate.

(3) Die für die Genehmigung zuständige Person achtet darauf, dass der

Erholungsurlaub rechtzeitig und vollständig genommen wird.

§ 9 (1) Die Gewährung von Erholungsurlaub kann ausnahmsweise ganz oder teilweise

widerrufen werden, wenn die Anwesenheit der Pfarrerin oder des Pfarrers aus

dringenden dienstlichen Gründen erforderlich wird. Die notwendigen

nachgewiesenen Mehraufwendungen, die der Pfarrerin oder dem Pfarrer durch den

Widerruf entstanden sind, werden erstattet.

(2) Konnte der Erholungsurlaub aufgrund eines Widerrufs nicht innerhalb der Frist

des § 9 8 Absatz 2 eingebracht werden, verfällt er am Ende des folgenden Jahres.

(3) Einem Antrag auf Verlegung oder auf vorzeitige Beendigung eines bereits

gewährten Erholungsurlaubs ist zu entsprechen, wenn dienstliche Gründe nicht

entgegenstehen.

§ 10 Bei einer Erkrankung während des Erholungsurlaubs wird die Zeit der

Dienstunfähigkeit auf den Erholungsurlaub nicht angerechnet, wenn die

Dienstunfähigkeit unverzüglich angezeigt und durch ärztliches, auf Verlangen durch

vertrauensärztliches Zeugnis nachgewiesen wird. Eine Verlängerung des Urlaubs

aufgrund der Erkrankung ist gesondert zu beantragen.

§ 11 Zum Erhalt oder zur Wiederherstellung der Dienstfähigkeit im Fall einer unmittelbar

drohenden schweren Gesundheitsgefährdung kann der Pfarrerin oder dem Pfarrer

Genesungsurlaub gewährt werden. Die Notwendigkeit des Urlaubs ist durch Vorlage

eines vertrauensärztlichen Zeugnisses nachzuweisen. Zugleich mit der Gewährung

des Genesungsurlaubs ist über eine Anrechnung auf den Erholungsurlaub zu

entscheiden.

§ 12 (1) Die Durchführung von Konfirmandenfreizeiten und die Teilnahme an

Pastoralkollegs wird auf den Erholungsurlaub nicht angerechnet. Sie sind der

Dekanin oder dem Dekan bzw. der Bischöfin oder dem Bischof vorher anzuzeigen.

(2) Für die Durchführung von Freizeiten oder die Teilnahme an Tagungen kann

jährlich bis zu zwölf Werktage nicht auf den Erholungsurlaub anzurechnender

Diensturlaub gewährt werden.

(3) Für die Erteilung des Diensturlaubs bis zu sieben Tagen im Jahr ist bei

Gemeinde- und Kirchenkreispfarrerinnen und –pfarrern die Dekanin oder der Dekan

zuständig. Darüberhinausgehende Anträge sind der Bischöfin oder dem Bischof mit

der Stellungnahme der Dekanin oder des Dekans vorzulegen. Die Bischöfin oder der

Bischof kann eine teilweise Anrechnung auf den Erholungsurlaub anordnen.

§ 13 (1) Die Gewährung von Dienstbefreiung aus persönlichen Gründen unter

Fortgewährung der Leistungen richtet sich nach den für Kirchenbeamtinnen und

Kirchenbeamte geltenden Bestimmungen, soweit in dieser Verordnung nichts

Abweichendes geregelt ist.

(2) Dienstbefreiung aus persönlichen Gründen wird kann darüber hinaus gewährt

werden für den Tag

1. der Feier des 25jährigen Ordinationsjubiläums,

2. der Feier der Taufe und Konfirmation eines eigenen Kindes

3. der eigenen kirchlichen Trauung der Pfarrerin oder des Pfarrers.

(3) In sonstigen besonders begründeten Fällen kann Dienstbefreiung im Umfang von

bis zu 5 Tagen gewährt werden.

§ 14 Soweit nichts anderes bestimmt ist, wird Pfarrerinnen und Pfarrern Sonderurlaub in

entsprechender Anwendung der für Kirchenbeamtinnen und Kirchenbeamte

geltenden Bestimmungen gewährt. Über den Antrag entscheidet die Bischöfin oder der Bischof.

§ 15 Keines Antrages, jedoch einer Anzeige bedarf es, wenn die Abwesenheit der

Pfarrerin oder des Pfarrers aus dienstlichen Gründen erforderlich ist (dienstliche

Abwesenheit). Dies gilt insbesondere für die Wahrnehmung der Aufgaben als

Mitglied der Landessynode, der Synode der EKD, eines durch Beschluss eines

kirchenleitenden Organs gebildeten Gremiums, als Mitglied der Pfarrvertretung und

zur Wahrnehmung von dienstlich angeordneten Terminen und

Pflichtveranstaltungen.

§ 16 Die für die Fortbildung von Pfarrerinnen und Pfarrern geltenden Vorschriften bleiben

unberührt.

§  17 (1) Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2021 in Kraft. Zum selben Zeitpunkt tritt die

Verordnung über den Urlaub der Pfarrer, Hilfspfarrer und Pfarrverwalter vom 31.

März 1971 außer Kraft.

(2) Bis zum Inkrafttreten dieser Verordnung zustehender, noch nicht genommener

Erholungsurlaub ist mit der Maßgabe auf das Urlaubsjahr 2022 zu übertragen, dass

die zu übertragenden Urlaubstage um ein Siebtel gekürzt werden. Ein sich nach der

Kürzung ergebender Bruchteil wird als voller Tag gerechnet.

(3) Bei Pfarrerinnen und Pfarrern, die nach § 1 Absatz 2 Satz 1 der Verordnung über

den Urlaub der Pfarrer, Hilfspfarrer und Pfarrverwalter vom 31. März 1971 bereits

einen Urlaubsanspruch von 46 Kalendertagen pro Urlaubsjahr erworben haben,

erhöht sich der Urlaubsanspruch nach § 5 Absatz 1 Satz 1 um 4 Werktage. Im Falle

des § 5 Absatz 2 vermindert sich diese Erhöhung im Verhältnis der

durchschnittlichen Wochenarbeitstage zur Sechs-Tage-Woche.

 

Wiederaufnahme...

Die Hygienekonzepte sind nun überall erstellt und werden durchgeführt. Listen mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern an den Veranstaltungen und Gottesdiensten werden geführt. Wir hoffen, dass es nach den Sommerferien weitere Öffnungsschritte geben kann, wenn die Infektionsfälle dies zulassen.

 

 

Pfarrdienstrecht

Kirchengesetz zur Regelung der Dienstverhältnisse der Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche in Deutschland als PDF-Dokument.

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Rechenschaftsbericht

Rechenschaftsbericht 2014-2018

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